Das Zwei-Drittel-Gesetz und Roulette – Teil 1

Im Beitrag „Das Zwei-Drittel-Gesetz und das Geburtstagsphänomen“ habe ich angerissen, dass auch die Zufallsereignisse beim Roulette unter dem Einfluss des sog. Zwei-Drittel-Gesetzes stehen. Kreist die Roulette-Kugel im Roulette-Kessel mit seinen 37 Fächern für die Zahlen 0 bis 36 genau 37 Mal, fallen im Schnitt nur 23 oder 24 verschiedene Nummern. Also Zwei-Drittel von 37.

Wenn aber von 37 Zahlen bei 37 Würfen des Croupiers nur 23 oder 24 verschiedene Nummern fallen, müssen von diesen 23, 24 Nummern einige doppelt, dreifach, kurzum mehrfach fallen. Könnte aus dieser Erkenntnis ein System erwachsen, mit dem wir dauerhaft gewinnen? Möglicherweise dann, wenn wir wissen, wann die erste Nummer zum zweiten Mal fällt? Können wir dann nicht die bereits gefallen Coups einfach nachsetzen? Immerhin zahlt das Casino 36-fach für eine getroffene Zahl (Plein)!

Warnung! Es folgt Mathematik und Text. Wer lieber testet, lädt einfach meinen Roulette Analyser herunter. Da lassen sich auf dem Zwei-Drittel-Gesetz basierende Systemansätze ohne Ende testen.

Gehen wir Schritt für Schritt vor: ab welchem Coup ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Croupier uns eine bereits gefallene Zahl serviert höher als die Wahrscheinlichkeit für eine neue?

Die Antwort ist: ab dem achten. Wegen der Herleitung des Rechnungsweges verweise ich auf den Beitrag „Das Zwei-Drittel-Gesetz und das Geburtstagsphänomen„, hier beschränke ich mich auf die Rechnung:

37/37 x 36/37 x 35/37 x 34/37 x 33/37 x 32/37 x 31/37 x 30/37 = 0,44318

Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass auch die achte Nummer von ihren Vorgängern verschieden ist, liegt somit bereits deutlich unter 50 %.

Jetzt haben wir ein todsicheres Roulette-System! Wir setzen nach sieben verschiedenen Nummern einfach diese sieben Nummern nach. Die Chance für die Wiederholung einer dieser sieben Nummern ist doch größer als 50 % und im Gewinnfall winkt der der 36-fache Einsatz! Oder wir gehen auf sicher und warten neun oder zehn verschiedene Nummern ab?!

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